Freiheit für den Desktop

Seit 12 Jahren benutze ich Linux auf dem Desktop. Heute möchte ich ein Fürwort für den Linux Desktop halten.  Es zeigt sich immer wieder in der Praxis, dass eine Verwendung von Linux im Desktop-Bereich wenig Unterschiede zu Windows vorliegen. Insbesondere kann Linux im Bereich der Fensterverwaltung punkten.

Außerdem ist es von Vorteil, dass mehrere Desktop Umgebungen benutzbar sind.

Die Vielzahl der Umgebungen spiegeln die Interessen verschiedener Benutzer wieder.

Es  gibt Varianten für alte Rechner,  sowie Desktopumgebungen die jeden Bereich der alltäglichen Nutzung abdecken.  Bestes Beispiel hierfür sind Gnome und KDE Plasma.

In universellen Linux-Distributionen werden mehrere Desktopumgebungien angeboten. Hierbei hat der Benutzer bereits bei der Installation die Möglichkeit, eine Arbeitsumgebung auszuwählen. Eine gute Übersicht über die gängigen Arbeitsumgebungen in Linux gibt es hier.

In Debian werden beispielsweise bei der Installation sechs verschiedene Arbeitsumgebungen  angeboten. Alle Arbeitsumgebungen werden mit einer Auswahl von Software ausgeliefert. Je nach Größe der Arbeitsumgebung wird ein einfacher Texteditor oder sogar eine vollständige Multimedia-Software installiert. Vorreiter bei der mit Installation von Software ist eindeutig KDE Plasma. Hier werden z.B. ein E-Mail Programm, ein Webbrowser,  ein Dateimanager,  ein Video Player und vieles mehr vorinstalliert.  KDE ist so umfangreich, dass sogar der Inhalt der Zwischenablage in QR-Code umgewandelt werden kann. Zusätzliche Installationen sind hierfür nicht notwendig. Theoretisch ist keine weitere Software notwendig.

Gut zusammengestellte Linux Distributionen wie z.B. Ubuntu Mate erreicht eine  vollständige Arbeitsumgebung bereits mit wenig Zusatzsoftware.

Mich persönlich nervt es,  dass ich bei Windows erstmal zwei Stunden Software installieren muss,  um ein benutzbares System zu erhalten. Mein liebstes Beispiel für doofe Software unter Windows sind Virenscanner. Dieses sind unter Linux glücklicherweise völlig überflüssig. Dies liegt zum einen an den guten Dateisystemen sowie die mangelnde Existenz von Computerviren für Linux.

Gängige Linux Distributionen sind bereits nach der Erstinstallation gut eingerichtet und fertig zum Einsatz.  In den meisten Fällen sind sogar die Codecs  in die  Musik- und Videoplayer integriert.

Bei der Textverarbeitung gibt es bei Linux einen großen Vorteil: Wieder mal die Auswahl.  Während man bei Windows zwangsläufig bei Microsoft Office landet,  stehen im OpenSource Bereich vier große Office Suites zur Verfügung.

Am  bekanntesten ist wohl LibreOffice.  Als Standard-Dateiformat  wird Open Document  verwendet.  Das ist auch das Lieblingsgegenargument der Microsoft Office Fraktion: Sogenannte doc-Dateien können oftmals von LibreOffice nicht richtig dargestellt werden.   Eine Verbesserung ist hierbei nicht in Sicht. Im privaten Einsatz ist dies  nicht weiter tragisch, allerdings im professionellen Office-Bereich,  da Vorlagen was Microsoft Office nicht übernommen werden können. Dies wird wohl auch der Hauptgrund sein, weswegen viele Unternehmen noch nicht auf lizenzfreie Office Produkte umgestellt haben. Für den privaten Bereich finden sich genügend Vorlagen im Internet. Diese können problemlos angepasst werden.

Trotz aller dieser Argumente wird die Benutzung von Linux immer noch belächelt bzw. als ideologisch bezeichnet.

Durch die datenschutzrechtlichen  Beschränkungen von Microsoft besteht für mich derzeit kein Anlass zum Wechsel zu Windows. Beim alltäglichen Arbeiten  habe ich keinerlei Nachteile gegenüber Windows.

Natürlich sind die meisten Spiele für Windows programmiert worden. Mein Lieblingsargument ist, dass der Großteil der Laptops und Rechner  nicht für das Spielen  rechenintensiver Games ausgelegt ist.  Hierfür sollten ausschließlich Spielekonsolen benutzt werden.  aber wer seinen Prozessor trotzdem überhitzen möchte,  darf auch gerne moderne PC Games auf dem Laptop spielen und sich hierbei die Genitalien wärmen lassen.

Für den 0-8-15-Benutzer ist Linux das  ideale, sichere und vor allem kostenlose Betriebssystem.